In 80 Fragen um die Welt
Mit What the Fogg plane ich nach langer Zeit endlich wieder ein eigenes Soloprogramm. Nicht, weil ich in den letzten Jahren nicht auf der Bühne gestanden hätte — ganz im Gegenteil. Aber ein Abend, der wirklich wieder ganz aus meiner eigenen Bühne, meiner eigenen Erzählweise und meinem eigenen Kosmos heraus entsteht, hat mir gefehlt. What the Fogg ist für mich deshalb nicht nur ein neues Stück, sondern auch eine Rückkehr: zum Soloabend, zur direkten Begegnung mit dem Publikum und zu der Frage, wie man mit Geschichten, Musik und Fantasie eine ganze Welt auf die Bühne holen kann.
Ausgangspunkt ist die Figur Phileas Fogg — oder besser gesagt: die Idee vom Reisen. Nur dass hier nicht in 80 Tagen um die Welt gereist wird, sondern in 80 Fragen. Was passiert, wenn Fragen nicht nur Antworten suchen, sondern Türen öffnen? Wenn aus einer Frage ein Bild wird, aus einem Bild eine Szene, aus einer Szene ein Lied — und aus all dem ein Abend, der sich anfühlt wie eine Reise an einen anderen Ort? Genau dort beginnt What the Fogg.
Im Zentrum steht ein magischer, wandelbarer Schrankkoffer, der weit mehr ist als ein Bühnenbild. Er kann sich in ein Segelschiff, ein Rennauto, einen Heißluftballon oder etwas völlig anderes verwandeln. Er ist Tor, Fahrzeug, Spielpartner und Geschichtenspeicher zugleich. Zusammen mit Musik, Liedern, Storytelling, Improvisation, atmosphärischem Licht und Publikumsinteraktion entsteht ein Soloabend, der sich nicht auf eine einzige Form festlegen will. Es geht nicht nur ums Erzählen, sondern ums Hineinziehen, Mitnehmen und Verwandeln.
What the Fogg soll kein glatt poliertes Konzeptstück werden, sondern auch ein Raum des Suchens und Ausprobierens. Ein Abend, in dem ich wieder tiefer in meine eigene Soloarbeit eintauche, neue Formen teste, Stimmungen baue und herausfinde, wie sich Improvisation, Erzählkunst, Musik und Bühnenpoesie zu etwas Eigenem verbinden lassen. Gerade darin liegt für mich der Reiz: nicht einfach ein Programm „abzuliefern“, sondern eine Welt zu erschaffen, die sich lebendig anfühlt.
Am Ende ist What the Fogg eine Hommage an die Kraft der Fantasie, an die Liebe zu Geschichten und an die Freude, sich auf der Bühne wieder neu auf den Weg zu machen. Oder anders gesagt: ein Versuch, mit einem Koffer, ein paar Liedern, vielen Fragen und einer guten Portion Staunen die Welt zu bereisen, ohne sie je ganz verlassen zu müssen.
Man muss nicht immer weit wegfahren, um in eine andere Welt zu geraten. Manchmal reicht eine gute Frage.



